Magazin
16.05.2008 - Genre: Rock

Album: Change von Frantic

Außer sich, rasend und wild ruft einem das Wörterbuch entgegen, wenn man das Adjektiv „frantic“ nachschlägt. Und außer sich, rasend und wild vor Freude wird man ganz automatisch, wenn sich das vierte Album der 1998 gegründeten Schweizer Indie Rock/Pop Formation FRANTIC tief in den Gehörgängen einnistet. Mit „Change“ ist ihnen ein ganz großer Wurf gelungen.

Mit einer genial eingängigen, an Coldplay erinnernden Melodie, startet der Opener „Still don’t know“ mächtig und furios. Hier zeigt sich bereits die enorme songwriterische Klasse und Erfahrung der Band um den charismatischen Frontmann Michael Sarbach. Im Laufe des Albums trifft man dann immer wieder auf wunderschön melodische, öfters auch mehrstimmige Refrains und großartig ausgearbeitete Girtarren -, Bass – und Pianopassagen. Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle den Gänsehautgranatensong „Fall asleep“ herausheben, der so unbeschreiblich schön ist, dass man ihn einfach hören und genießen muß. Die Produktion von „Change“ ist zudem fantastisch. Der natürliche Sound lässt jedem Instrument ausreichend Platz zur spielerischen Entfaltung..

FRANTIC selbst sehen ihre Einflüsse irgendwo zwischen Travis, Coldplay, Death cab for cutie oder The Kooks und selbst vor diesen Bands muß man sich wahrhaftig nicht verstecken. Insgesamt gesehen ist „Change“ ein mit viel Liebe und Herzblut gemachtes, sehr sehr eingängiges und frisches Indie Rock/Pop Album, bei dem man wirklich frantic wird. Der Sommer kann kommen!

Autor: Sidewaytown